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Ringvorlesung: Sprachwandel verstehen / Understanding language change

Für fortgeschrittene Studierende der sprachwissenschaftlichen Fächer wird im Wintersemester 2011/12 zum ersten Mal eine fakultätsübergreifende Ringvorlesung angeboten: Understanding language change / Sprachwandel verstehen.

Im Zentrum der Ringvorlesung stehen die Variation und der Wandel von Sprachen und ihren Varietäten. Dieser komplexe Forschungsgegenstand wird aus der Perspektive verschiedener SprachwissenschaftlerInnen und Philologen unserer Fakultät beleuchtet. Das gemeinsame Moment der fachübergreifenden Ansätze wird vor allem die sehr grundsätzliche Frage nach den (linguistischen, sozio-kulturellen, kognitiven u. a.) Steuerungsfaktoren sprachlicher Variation und sprachlichen Wandels sein, auf die wir in der Sprachgeschichte bzw. Sprachgeschichten stoßen. Daneben wird aber auch zu diskutieren sein, welche Faktoren Wandel verhindern bzw. sprachliche Konstanz oder langandauernde Variabilität begünstigen. Der Fokus wird vor allem, aber nicht nur auf Sprachen des europäischen Raums liegen.

Die Lehrveranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende aller philologischen Studiengänge (inkl. Doktoratsstudien). Die LV-Verwaltung erfolgt durch die SPL Anglistik, aber der Kurs soll auch für andere philologische Curricula anrechenbar sein – Interessierte werden gebeten, die Anrechenbarkeit beim eigenen Institut zu überprüfen.

Termine und Ort: Mittwoch ab 12.10., 16.00–18.00, Unterrichtsraum Anglistik UniCampus Hof 8 3G-EG-21. Anmeldungslink im Vorlesungsverzeichnis (z.Z. in Bearbeitung wegen technischer Probleme).

Programm (Änderungen vorbehalten)

12.10.
Johanna Laakso / Alexandra N. Lenz / Nikolaus Ritt:
Zu dieser Ringvorlesung (Einführung)

Nikolaus Ritt:
Explaining drifts and long term changes: can rhythm direct the evolution of phonemic inventories?


19.10.
Martin Prinzhorn:
Semantisches Ausbleichen in der Grammatikalisierung

9.11.
Johanna Laakso:
What happened really? On the interaction of language, society, and history, and on the use and misuse of historical linguistics in (national) history-writing

16.11.
Aaron Griffith:
The social factors that drive sound change

23.11.
Dalina Kallulli:
Transitivity alternations: variation and change

30.11.
Claudia Römer:
Wandel der Nebensätze im Osmanischen und Türkischen

Stephan Procházka:
Arabische Kasus- und Modusmarkierungen in diachroner Perspektive

07.12.
Hans Christian Luschützky:
Diachronic pathways in derivational morphology

14.12.
Peter Ernst:
Problematik der Epocheneinteilung am Beispiel der deutschen Sprachgeschichtsschreibung

11.01.2012
Stephan Müller:
Archaismen. Über das Fortleben alter Sprachstufen in neuen Kontexten

John Rennison:
Umlaut in Echtzeit

18.01.
Alexandra N. Lenz:
Zur Be- und Umwertung arealer Varietäten im Kontext von Standardisierungsprozessen

25.01.
Stefan Schumacher:
Was sind Sprachbünde und wie entstehen sie?

Plattform Historische Sprachwissenschaft
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